Dart-Sport im Herzebrocker Sportverein – Bürgerstiftung unterstützt den Aufbau

(hc woe) Seit August gibt es im Herzebrocker Sportverein eine neue Abteilung: den Dart-Sport. Im Augenblick besteht die Gruppe aus 36 Mitgliedern, die bisher intern ihre Leistungen messen, aber schon 2024 will die Gruppe in der OWL Stil-Dart-Liga antreten.

Initiator Jonas Kreienbaum sieht dort auch gute Chancen: „Wir sind durchaus konkurrenzfähig – immerhin haben wir Zugänge aus einer ganzen Reihe von Vereinen. Unsere Mitglieder kommen aus Herzebrock-Clarholz und aus den umgebenden Orten und es gibt einen regen Austausch. Jetzt formiert sich eine Rangliste und unsere Gruppe hat sich bereits zu einer Gemeinschaft zusammengefunden.“

Im März 2023 hatte Kreienbaum beim Vorstand des HSV angeregt, eine Dart-Gruppe aufzubauen. „Dabei war uns schnell klar, dass es hierbei nicht um einen Kneipensport geht, sondern um eine anspruchsvolle Wettkampfsportart“, erklärte der Vereinsvorsitzende Friedhelm Vielstädte. So gab der geschäftsführende Vorstand schnell grünes Licht und stellt fürs Erste den Versammlungsraum des Vereinsheims am Waldstadion zur Verfügung: Jeden Donnerstagabend finden hier nun die Trainings- und Wertungsrunden statt.

Körperlich und mental anspruchsvolle Sportart

Dieter Börger, der zusammen mit Jonas Kreienbaum, Dominik Aschoff, Andreas Neufeld, Alex Micheel, Matthias Lüken und Alex Weiss zu den Gründungsmitgliedern der Dart-Abteilung gehört, beschreibt, wie die Abende aussehen: „Wir haben insgesamt fünf Boards, auf die geworfen wird. Eines davon dient dem Training. Eingetragen werden die Punkte auf Tablets, aber anders als beim E-Dart, bei dem die Punkte elektronisch ermittelt und gleich angezeigt werden, müssen wir die geworfenen Punkte selbst ermitteln und berechnen – neben der Koordination und dem körperlichen Training spielt also auch das Mentale eine Rolle. Hier heißt es, sich gut zu konzentrieren und taktisch klug zu werfen. Bei genügend Übung und mit Talent gibt es keine Unterschiede zwischen jüngeren und ältere Menschen, Männern und Frauen, Menschen ohne oder mit Behinderungen. Jeder kann es an die Spitze schaffen.“

Bürgerstiftung Herzebrock-Clarholz gibt Starthilfe

Von diesen Möglichkeiten zeigte sich auch Gregor Korsten, der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Herzebrock-Clarholz, beeindruckt. Er war am Abend des 21. September im Vereinsheim des HSV, um sich von der Trainingssituation ein Bild zu machen. Die Bürgerstiftung hatte den Anschub für die Dart-Gruppe des HSV unterstützt, und die finanziellen Mittel für die fünf Dart-Boards sowie die Tablets bereitgestellt – ein Betrag von 1500 Euro. „Wir fördern verschiedene Projekte und Initiativen aus der Gemeinde, sei es in der Kultur, der Bildung oder dem Sport“, so Korsten, „wir sehen bei dieser ausgesprochenen Trendsportart viel Potential und deshalb haben wir gern geholfen.“

Größere Räume gesucht

Der HSV-Vorstand wie auch Gregor Korsten sah beim Trainingsabend aber auch, dass die neue Dart-Abteilung schon unter Raumnot leidet. „Wir merken deutlich, dass die Gruppe mehr Platz braucht“, erklärte dazu Friedhelm Vielstädte. „Dazu haben wir schon Gespräche mit der Gemeinde geführt und auch anderweitig auf den Raumbedarf aufmerksam gemacht – wir hoffen, dass es in dieser Sache eine positive Entwicklung gibt.“

Im Bild: die Gründungsmitglieder der HSV-Dart-Abteilung
v.l.: Gregor Korsten (Bürgerstiftung), Jonas Kreienbaum (Initiator), Reinhard Klapper (Geschäftsführer HSV), Dieter Börger, Dominik Aschoff, Andreas Neufeld (Dart-Gruppe), Friedhelm Vielstädte (Vorsitzender des HSV), Alex Micheel, Alex Weiss und Matthias Lüken (Dart-Gruppe)